Nachhaltige Logistik: Wie ein spezielles Mehrwegsystem bei Winkhaus Wirkung zeigt

Ob Gemüseabteilung im Supermarkt oder Elektronikshop im Online-Versandhandel – überall steht die Frage im Raum: Wie können wir Verpackungsmüll vermeiden? Laut Eurostat verursacht Deutschland in der Europäischen Union die größte Menge an Verpackungsmüll – knapp 220 Kilogramm pro Kopf im Jahr 2023. Der europäische Durchschnitt liegt bei etwa 178 Kilogramm. Winkhaus beschäftigt sich schon lange mit diesem Thema und baut deshalb bereits seit 1994 überwiegend auf Mehrweglösungen. Dafür arbeitet das Unternehmen mit dem Logistikdienstleister „Comepack“ zusammen.

Winkhaus setzt bei Nachhaltigkeit auf Mehrwegbehältersystem Comepack

Mehrwegverpackungen werden bei Winkhaus vor allem dort eingesetzt, wo Bauteile regelmäßig und in standardisierten Prozessen bewegt werden. Dazu zählen sowohl interne als auch externe Warenflüsse – beispielsweise zwischen Produktionsstandorten, Lieferanten, Dienstleistern oder Kunden: Produkte werden transportiert, Bauteile ausgetauscht und Komponenten regelmäßig verschoben. Dafür kommen statt Einwegkartonagen neben wiederverwendbaren Transportbehältern aus Kunststoff auch langlebige Metall- und Holzpaletten zum Einsatz. Ziel ist es, Verpackungen möglichst lange im Umlauf zu halten und so den Materialeinsatz pro Transport zu reduzieren. Durch die langfristige Nutzung der Behälter wird der CO₂-Fußabdruck deutlich gesenkt: Während Einwegverpackungen nach Gebrauch entsorgt werden müssen, bleiben Mehrwegbehälter über viele Transportzyklen hinweg im Einsatz. Letzte Analysen im Rahmen eines Screening Life Cycle Assessments zeigten, dass sich der CO₂-Fußabdruck im Vergleich zu Einwegsystemen so um bis zu 30 Prozent reduzieren lässt. Somit fällt der gesamte ökologische Fußbadruck des Mehrwegsystems deutlich positiver aus.

Teil eines kontinuierlichen Logistikprozesses
In industriellen Logistikprozessen werden Mehrwegsysteme häufig dort eingesetzt, wo Komponenten regelmäßig den Ort wechseln und Verpackungen mehrfach genutzt werden können. Gerade bei klar definierten Transportabläufen lassen sich Verpackungen so über längere Zeiträume im Kreislauf führen. Die Praxis ist dabei klar strukturiert: Winkhaus oder die jeweiligen Lieferanten bestellen zunächst leere Behälter beim Logistikpartner Comepack. Anschließend werden die Bauteile verpackt und versendet. Nach dem Wareneingang wird die Abholung des Leerguts angemeldet und der Dienstleister organisiert die Rückführung, reinigt die Behälter und stellt sie für den nächsten Umlauf zur Verfügung.

Winkhaus setzt bei Nachhaltigkeit auf Mehrwegbehältersystem Comepack

Welche konkreten Effekte sich daraus ergeben, hängt jedoch stark von der jeweiligen Nutzungssituation und dem konkreten Anwendungsfall ab. Auch Mehrwegbehältersysteme sind nicht frei von Aufwand. Vielmehr erfordern sie eine kontinuierliche Planung, Rückführung, Reinigung und Koordination entlang der gesamten Lieferkette. Bei Winkhaus ist das „Comepack“-System daher Teil eines kontinuierlichen Logistikprozesses, der regelmäßig überprüft und angepasst wird. „Wir betrachten das Thema Nachhaltigkeit nicht isoliert, sondern als festen Bestandteil unseres Unternehmensalltags und unserer Entscheidungsstrukturen. Wir analysieren unseren Einfluss auf die Umwelt entlang unserer gesamten Lieferkette und entwickeln unsere Systeme daher kontinuierlich weiter“, so Peter Hordt, Technischer Leiter Fensterbeschläge und Mitglied der Geschäftsleitung der Winkhaus Gruppe.

Die Erfahrung aus mehr als 30 Jahren zeigt, dass sich Mehrweg dort bewährt, wo Prozesse stabil sind und Verpackungen konsequent im Kreislauf geführt werden. Die Nutzung eines solchen Systems ist so auch immer das Ergebnis einer bewussten und langfristigen Entscheidung. In einem Umfeld mit hohem Verpackungsbedarf ist das System einer von mehreren Bausteinen, um Ressourcen zu schonen, Verpackungen lange zu nutzen und Prozesse nachhaltiger zu gestalten. Damit trägt das Vorgehen entscheidend zur nachhaltigen Weiterentwicklung des Unternehmens bei.

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