Winkhaus erhält EU-Förderung für Blockheizkraftwerk

Seit Ende Juni 2016 ist das neue Blockheizkraftwerk auf dem Werksgelände schon im Betrieb, das die eigene Galvanik mit Strom und Wärme versorgen soll. Gefördert wurde das Projekt durch das Land NRW sowie die Europäische Union.

Im Rahmen eines Förderwettbewerbes (KWK²-Modellkommune) des Landes NRW zur besseren energetischen Nutzung fossiler Energieträger in den Jahren 2014 / 2015 hat die Stadt Telgte einen der ersten Plätze belegt. Durch diesen Wettbewerb, bei dem die Stadt Telgte und die Firma Winkhaus gemeinsam an Lösungskonzepten gearbeitet haben, entstand die Idee zum Bau eines Blockheizkraftwerkes auf dem Firmengelände von Winkhaus.

Am Standort Telgte betreibt die Firma Winkhaus zur Oberflächenveredelung der selbst produzierten Fensterbeschläge fünf Galvanikstraßen, die ganzjährig an sechs bis sieben Tagen in der Woche sowohl Strom als auch Wärme benötigen.

Nach Einreichung eines Förderantrages in 2015 und der Genehmigung durch die zuständige Bezirksregierung Arnsberg, Abteilung 6 Bergbau, Außenstelle Dortmund, konnte es Ende Februar 2016 losgehen. Die Zuwendungen beziehen sich dabei auf ein Projekt des Landes NRW (progres.nrw) sowie auf Förderrichtlinien der Europäischen Union.

Gebaut wurde im ersten Halbjahr 2016 ein BHKW mit einer elektrischen Leistung von 250 KW, welches die Galvanik mit Strom und Wärme versorgt. Seit Ende Juni 2016 ist die Anlage in Betrieb und am Netz. In einem Gaskolbenmotor wird dabei das eingesetzte Erdgas verbrannt und elektrische Energie erzeugt. Die anfallende Wärme durch den Verbrennungsprozess wird über ein Rohrsystem zur Heizung der Galvanikbäder und für andere Heizungssysteme genutzt. Damit wird die eingesetzte Energie optimal ausgenutzt und CO2 sowie Kosten reduziert.

Das Projekt beläuft sich auf rund 400 T€ und wird mit ca. 25% von der EU und dem Land NRW gefördert.

 

Projektbezeichnung: Bau eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) am Firmensitz in Telgte
Aktenzeichen des Projektes: 64.65.69-KWK-1054 E
Ansprechpartner: P. Hordt, Technischer Leiter FBT

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