Neuer Glanz für “Rentenstern"

15.03.2017 - Erstes Objekt für Winkhaus aluPilot

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Westfalen plant über Jahrzehnte hinaus und zeigt sich dabei offen für Neues. Bei der Modernisierung ihrer Hauptverwaltung in Münster setzt sie auf Innovation. Bis 2019 werden in dem Gebäude sukzessive fast 2100 Fenster ausgetauscht. Für alle Beteiligten ist das Vorhaben ein Pilotprojekt. Denn erstmalig kommt der Fensterbeschlag Winkhaus aluPilot zum Einsatz. Das neue System, das vor allem mit verkürzten Anschlagzeiten und einfachem Handling von sich reden macht, erfüllt die hohen Erwartungen schon im frühen Auftragsstadium.

In dem 30.128 Quadratmeter großen Komplex, der wegen seines sternförmigen Grundrisses liebevoll „Rentenstern“ genannt wird, arbeiten 900 Menschen. Das 1973 erbaute Gebäude ist inzwischen in die Jahre gekommen. Umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen sind notwendig. Neue Fenster stehen ganz oben auf der Dringlichkeitsliste, denn die Fassade des Kerngebäudes soll energetisch ertüchtigt werden. Da das Gebäude mit seiner gelungenen Architektur in der Stadt das einzige Objekt seiner Art aus dieser Bauzeit ist, hat sich die DRV entscheiden, die prägenden Stilelemente der Fassade zu belassen und sie nicht durch eine moderne Glasfassade zu ersetzen.

Insgesamt zählt der Kernbereich des Baus rund 2100 Fenster. Diese werden in zwölf Bauabschnitten während der nächsten Jahre gegen neue ersetzt. Die Sanierung ist ein äußerst komplexes Projekt und muss „perfekt durchorganisiert werden, da sie natürlich im laufendem Betrieb stattfindet“, berichtet Architekt Oliver Boelker, Leiter des Baureferats der DRV, „allein die Planungen nahmen schon zwei Jahre in Anspruch“.
 
Erfahrene Fensterspezialisten beauftragt
Um den Auftrag zur Lieferung und Montage der Fenster, der europaweit ausgeschrieben wurde, bewarb sich auch Metallbau Lansing aus dem rund 60 Kilometer entfernt liegenden Vreden. Mit Erfolg. Das Familienunternehmen, dessen Tradition bis ins Jahr 1873 zurückreicht, fertigt und montiert Fenster, Fassaden, Brandschutzelemente, Türen und vieles mehr.

Für seine Aluminiumfenster verarbeitet der Betrieb jetzt auch das System von TKI. In den 1960er Jahren als Zusammenschluss hessischer Metallbaubetriebe gegründet, beliefert das heutige Systemhaus seit 2013 Unternehmen deutschlandweit. Mit dem Neuauftrag in der Tasche hielten Thomas Lansing, Geschäftsführender Gesellschafter bei Lansing, und Thomas Fattler, Leiter Systementwicklung bei TKI, Ausschau nach dem passenden Beschlag für die bestellten Alufenster. Angesichts der großen Stückzahl standen neben einer hohen Materialqualität auch die Rationalisierung der Produktions- und Montageabläufe im Vordergrund.

Optimale Lösung gefunden
Auf der Messe Fensterbau/Frontale im März 2016 wurden sie fündig. Wie erhofft, passte das kurz zuvor von Winkhaus angekündigte Beschlagsystem aluPilot genau ins Anforderungsprofil. Beide besuchten den Stand in Halle 4, um es sich genauer anzusehen:

Das speziell für Fenster aus Aluminium entwickelte Dreh- und Dreh-Kipp-Beschlagsystem optimiert die Fensterfertigung und ist für viele Fensterformen geeignet. Zur Auswahl stehen der aufliegende Beschlag aluPilot Concept und der vollverdecktliegende Beschlag aluPilot Topstar. Mit aluPilot Concept können Flügelgewichte bis 130 kg, bei aluPilot Topstar Flügelgewichte bis 180 kg realisiert werden. Beide wurden für die Aluminium Euronut konzipiert und erfüllten damit auch diese Vorgabe der Ausschreibung der DRV.

Nach dem erfolgreichen Messebesuch empfahlen Lansing und TKI dem Bauherrn das Beschlagsystem aluPilot Concept. Dessen Facility Management prüfte ein Musterfenster eingehend und war ebenfalls überzeugt: Das System ist stabil, hochwertig verarbeitet und leichtgängig. Darüber hinaus lassen sich einzelne Beschlagteile - wenn nötig - leicht austauschen Das erledigt im Bedarfsfall der technische Dienst der Deutschen Rentenversicherung Westfalen selbst.

Kurze Anschlagzeit
Nachdem der Bauherr „grünes Licht“ gab, konnte die Produktion in Vreden starten. Der Beschlag hielt, was er versprach: aluPilot verkürzt die Montagezeit beim Fensterbau erheblich, unter anderem aufgrund des geringen Bauteilumfangs. Die Beschläge werden direkt von außen frontal mithilfe eines handlichen Montagehebels in die Beschlagnut eingesetzt. Zur Befestigung der Beschlagteile wird lediglich ein Torx TX-25 verwendet und justiert wird einheitlich mit einem 4mm-Inbus-Schlüssel.

Ein Freistanzen der Flügelbeschlagnut erübrigt sich bei aluPilot. Das reduziert zusätzlich die Bearbeitungszeit. Bei aluPilot entfallen zudem ganze Arbeitsschritte wie etwa das Messen, Ablängen und Stanzen von Schubstangen, da Treibstangen in sieben Fixlängen (118 bis 488 mm) verwendet werden. Insgesamt reduziert dieses innovative Konzept die Anschlagzeit eines Fensters um rund 10 Minuten.

Durchdachte Verpackung
Neben der geringen Anzahl einzelner Beschlagteile trägt auch das innovative Verpackungskonzept von aluPilot zur Vereinfachung der Lagerhaltung bei. Zur Verfügung stehen Grundkartons mit den größenunabhängigen Bauteilen jeweils einer Beschlaggarnitur oder alternativ auch umfangreiche Verpackungseinheiten für große Projekte. Damit reduziert sich der Aufwand beim Handling der einzelnen Beschlagteile, die Bauteile sind beim Transport optimal geschützt und es bleibt weniger Abfall übrig.

Kurze Wege erleichtern Zusammenarbeit
Die Fenster des Rentensterns erhalten eine reinweiße (RAL 9010) Oberfläche. Wie häufig in Bürobauten, erlauben sie die Schaltfolge Kipp-vor-Dreh. Ein Drehbegrenzer mit Endanschlag verleiht dem Fenster zusätzliche Stabilität und verhindert, dass es sich zu weit öffnet.

Mitte Juni 2016 startete der Einbau der ersten 260 Elemente. Auch hierbei erwies sich aluPilot als die richtige Wahl. Wesentlich leichter als mit bisherigen Beschlagsystemen gelang das Einhängen der Flügel. Denn Winkhaus bietet einen Eck-Kantenschutz-Bauteile für Aluminiumflügel an. Diese können über den Überschlag des Fensterflügels geschoben werden. Hierdurch werden die Kanten des Flügelprofils beim Einhängen in den Blendrahmen geschont. Handliche Flügelformate können unverglast sowohl liegend als auch stehend von nur einem Mitarbeiter in den Blendrahmen eingehängt werden.

Der Weg zur Baustelle ist für die Monteure von Lansing vergleichsweise kurz. Es sind rund 60 Kilometer bis Münster. Ein Vorteil, den auch der Bauherr zu schätzen weiß, der trotz europaweiter Ausschreibung lieber regionale Lieferanten beauftragt. Gut, wenn dann beides stimmt – der Preis und die räumliche Nähe. Denn das vereinfacht die Zusammenarbeit.

Diese läuft bei dem Pilotprojekt sehr partnerschaftlich. TKI, Lansing, die Rentenversicherung und das im Münsterland beheimatete Unternehmen Winkhaus verstehen sich als Team. Bei Fragen ist schnell jemand vor Ort –  vom Fensterbauer ebenso wie vom Beschlaghersteller. Die Abstimmungswege sind kurz, die Hierarchien flach. Alle profitieren davon: Der Bauherr erhält langlebige Fenster, die exakt seinen Wünschen entsprechen. Lansing kann mit aluPilot in kürzerer Zeit eine höhere Anzahl von Fensterelementen fertigen und lastet damit optimal die Produktion aus. TKI hat in Winkhaus den passenden Partner für eine nachhaltige Kooperation gefunden. Seit 1. Januar 2017 ist aluPilot als Standardsystem dort im Programm und daher jetzt auch für eine große Anzahl von metallverarbeitenden Betrieben verfügbar.

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Irena Byrdy-Furmanczyk

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