Social Media für das "Wir-Gefühl"

Die aktuellen Zahlen sprechen für sich: jeder zweite Einwohner der Studentenstadt Münster ist in Facebook aktiv. In Berlin ist es immerhin jeder dritte.1 Und Youtube ist nach Google zur zweitgrößten Suchmaschine avanciert.2 Unternehmen kommen daher nicht mehr umhin, sich mit dem Thema Social Media ernsthaft zu befassen. Welche Chancen und Risiken birgt die neue Art der Kommunikation?

Facebook – eine Plattform auf der Menschen ihre Urlaubserlebnisse teilen, Fotos vom Mittagessen verbreiten oder lustige Youtube-Videos kommentieren. Eine Plattform, die Endkunden getrieben ist. Eine Plattform, auf der es sich im seriösen B-to-B-Marketing nicht lohnt, aktiv zu sein – oder sogar Werbung zu schalten.

Zu diesem oder ähnlichen Aussagen tendieren heute noch viele Unternehmen. Dass es jedoch eine Menge Chancen gibt, jetzt aktiv und erfolgreich zu sein, möchte ich Ihnen in diesem Artikel nahe bringen.

Zunächst ist es wichtig festzuhalten, dass es nicht um das „Ob" sondern das „Wie" geht. Mitte der Neunziger Jahre stellten sich auch viele Entscheidungsträger in Unternehmen die Fragen: „Brauchen wir eine Homepage?" oder „wofür können wir Email einsetzen?". Und immer wieder die Frage: Was kostet es und was haben wir davon? Schon damals schien eher der Endkunde im Mittelpunkt zu stehen. Erinnern Sie sich noch an Boris Becker, der den Werbezuschauern erklärte, wie einfach es ist ins Internet (damals über den Dienst AOL) zu kommen? Die Aussage war: „bin ich schon drin – oder was?" gefolgt von "ich bin drin". So einfach geht es.

Mit der steigenden Zahl der Menschen, die damals ins Internet gegangen sind, stieg auch die Zahl der Unternehmenswebsites – und heute ist eine Geschäftswelt ohne Internet und Email nicht mehr denkbar. Und genau an diesem Punkt stehen wir heute. Zahlreiche Unternehmen haben uns bereits gezeigt, was man mit Social Media erreichen kann.  

Blog als Basis


Nachdem das „Ob" also für uns außer Frage stand, planten wir das „Wie". Anfang des Jahres 2012 gründeten wir eine Arbeitsgruppe aus Mitarbeitern, die zu relevanten Themen viel zu sagen haben. Sie kommen aus der Personalabteilung, dem Produktmanagement und dem Marketing. Einer von ihnen hat den Hut auf. Es ist Marketingmitarbeiter Christian Hülsmeier, der alle Social Media Aktivitäten koordiniert und minutiös plant. „Wir haben einen genau definierten Redaktionsplan, den wir monatlich festlegen. Die Inhalte werden alle in Eigenregie erstellt, das gilt für unsere Blog-Artikel genau wie für unsere Videos. Dadurch schaffen wir Transparenz, Glaubwürdigkeit und Authentizität", sagt er.Basis unserer Social Media Kommunikation ist das Winkhaus Blog. Es greift unter anderem vielfältige Themen aus dem Berufsleben auf und informiert über Produkte, Trends und Entwicklungen. So lässt sich hier beispielsweise auch ein Artikel sowie ein Video über gesunde Raumlüftung mit dem Beschlag activPilot Comfort PADK zur Vermeidung von Schimmelbildung ansehen.

Besonders viele Zugriffe hat unser Azubi-Tagebuch im Blog. Hier tauschen junge Leute ihre Erlebnisse und Erfahrungen aus. Ihre Videos sind gern gesehene „Botschafter".

Vernetzte Medien


Darüber hinaus sind wir bei Twitter, Facebook, Xing und Youtube unterwegs. Alle Veröffentlichungen auf den verschiedenen Plattformen sind vernetzt. Dasselbe gilt auch für unsere klassische Unternehmenskommunikation. Denn Social Media ersetzt nicht, sondern ergänzt die bisherigen Instrumente wie beispielsweise Mitarbeiterzeitung und Newsletter. Unterm Strich profitieren die Online-Medien von kürzeren Produktionszeiten und können daher auch kurzlebigere Themen aufgreifen.

Mit unserem Blog und den anderen Online-Kommunikationskanälen erreichen wir unsere Zielgruppen zum einen schneller, zum anderen erweitern wir damit auch den Kreis der Adressaten. Denn das Internet zieht neue Interessenten an. So können sich beispielsweise Jobsuchende in unserem Blog am privaten Rechner über den Arbeitsalltag bei Winkhaus informieren. Für Kunden halten wir hier – auch in Bild und Ton - jede Menge Produktinformationen, Objektberichte und aktuelle Nachrichten bereit.

Transparenz im eigenen Unternehmen

Auch für die interne Kommunikation ist der Einsatz von Social Media wichtig. Es unterstützt das allgemeine „Wir"-Gefühl. So haben wir bei Winkhaus zum Beispiel im Rahmen unserer Aktivitäten zur Fensterbau gemerkt, wie stark das Interesse an Informationen seitens der eigenen Mitarbeiter ist. Jeden Tag haben wir ein Video vom Messegeschehen veröffentlicht. Adressaten waren primär unsere Kunden, das Fachpublikum und die Fachpresse. Eine unerwartet starke positive Resonanz haben wir zusätzlich aus den eigenen Reihen erhalten. Viele Kollegen, die selbst nicht auf der Messe waren, verfolgten begeistert täglich über Youtube mit, was auf der Messe passiert, was die Kunden sagen, wie die Produkte dargestellt sind, oder wie der neue Messestand aussieht. „Wir können uns endlich vorstellen, was Ihr in Nürnberg macht", war das Feedback eines Mitarbeiters aus der Produktion am Montag nach der langen Woche in Nürnberg.

Andere Mitarbeiter erzählten, dass ihre Familien die Videos täglich verfolgt haben und Kinder stolz waren, den Papa bei der Arbeit im Computer zu sehen.

Alles in allem gibt der Einsatz von Social Media also dem Mitarbeiter ein gutes Gefühl bei „seiner" Firma zu arbeiten. Es macht ihn stolz zu sehen, wie sich seine Arbeit in das große Ganze einreiht und wo sein Betrag zum Gesamterfolg liegt. Nicht zu vergessen, der virale Marketing-Effekt: Mitarbeiter werden zu Markenbotschaftern des eigenen Unternehmens, freiwillig und authentisch – das ist das „Wir"-Gefühl was durch Social Media entstehen kann.

Im App Store präsent

Ins Gesamtkonzept reiht sich seit kurzem auch ein iPad App für unsere Kunden ein. Auf der Messe fensterbau/frontale setzten wir es erstmals erfolgreich für die Produktpräsentation ein. Daraufhin haben wir es weiterentwickelt und stellen es jetzt über den Apple App Store der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Unter "Winkhaus" ist es im App Store zu finden. Neben Produktinformationen in Wort, Bild, Videos und Downloads, findet der Nutzer auch stets aktuelle News, die mit unseren Social Media Kanälen verknüpft sind. Die Nachrichten im App generieren wir ohne Medienbereich direkt aus Twitter. Somit rundet eine enge Verknüpfung der Kanäle das Bild in der Außendarstellung ab.

Chancen überwiegen


Natürlich birgt Social Media Kommunikation auch Risiken. Doch die Chancen überwiegen aus meiner Sicht. Ein Risiko ist, dass dem Unternehmen die Themen ausgehen. Einem Betrieb, der am Markt aktiv ist und über eine entsprechende Innovationskraft verfügt, wird das voraussichtlich aber nicht passieren. Ein zweites Risiko ist der Rücklauf aus den sozialen Netzwerken. Denn Feedback und Kommentare zu den Beiträgen sind ja durchaus erwünscht. Auch negativer Kritik muss sich ein Unternehmen dann stellen. Wenn es dabei authentisch bleibt, wird es dennoch seine Glaubwürdigkeit behalten. Wir jedenfalls erhalten eine überaus positive Resonanz auf unsere Social Media Aktivitäten, die uns darin täglich bestärkt, hiermit fortzufahren.

1 Quelle: www.allfacebook.de

2 Quelle: comScore

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