Andre erklärt die Ausbildung zum Werkzeugmechaniker

Heute berichtet mal unser Azubi Andre von seinem Job als Werkzeugmechaniker: 

Hallo zusammen, ich heiße Andre und bin 17 Jahre alt. 

2012 habe ich meinen Realschulabschluss in Telgte gemacht und am 01.08.2012 bei Winkhaus meine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker begonnen. In den ersten Monaten bei Winkhaus habe ich bereits viele Abteilungen kennengelernt und bin zurzeit zum 2. mal in der Werkzeuginstandhaltung, in der einzelne Werkzeuge für die Produktion gewartet bzw. repariert werden. Hier ist es sehr interessant zu sehen, wie viele verschiedene Werkzeuge es überhaupt gibt.  

07:00 Uhr 

Wie jeden Morgen hole ich mir erst einmal meinen Werkzeugkoffer und lege mein Werkzeug parat. Dann schaue ich, ob genügend Ersatzmaterialien - wie Druckfedern oder verschiedene Lochstempel - vorhanden sind. Falls etwas fehlt, gehe ich zur Werkzeugausgabe und hole das benötigte Material.  

9:15 Uhr 

Nachdem ich mich in der Frühstückspause gestärkt habe stehen schon die ersten Werkzeuge für mich bereit, bei denen ich überprüfen soll, ob die Stempel noch scharf genug sind. Diese sorgen nämlich dafür, dass die gewünschte Form in das Material gestanzt wird. Die Werkzeuge, die ich heute bearbeite, sind für die DKM (Dreh-Kipp-Montage). Nachdem ich noch einmal alles sorgfältig überprüft und auch alle Schrauben festgezogen habe, sind sie wieder einsatzfähig und ich bringe die Werkzeuge zurück in die DKM.  

10:30 Uhr 

Nachdem ich die ersten Aufgaben bewältigt habe, gehe ich nun zur Schleifmaschine, bei der ich gebrauchte Stempel und Schneidplatten nachschleife, damit sie wieder benutzt werden können. Die Schneidplatten sind wichtig, denn dort Stanzen die Stempel das Material aus. Nach dem Schleifen kennzeichne ich sie mit roter Farbe, damit jeder erkennen kann, dass die Platte geschliffen wurde. 

12:00 Uhr 

Nun habe ich mir eine Mittagspause verdient, in der ich mich mit den anderen Azubi Kollegen entspanne und stärke.  

12:45 Uhr 

Nach der Mittagspause warten schon die nächsten Aufgaben auf mich. Gerade kommt ein Werkzeug von den Kurzteilstanzen hereingefahren, das umgebaut werden muss. Zuerst schaue ich genau nach, um welches Werkzeug es sich handelt. Anschließend suche ich mir den passenden Umbauplan aus dem Schrank heraus und gucke, was umgebaut werden muss. Danach hole ich mir den passenden Umbausatz und schraube das Werkzeug an den notwendigen Stellen auseinander. Schließlich setze ich die passenden Teile ein und entnehme die nichtgebrauchten Stempel. Nach dem Zusammenschrauben ist es auch schon wieder einsatzbereit.  

14:00 Uhr 

Die anderen Arbeiter haben nun Feierabend und die Spätschicht steht zum Wechsel bereit. Nun habe ich die Aufgabe, Lochstempel je nach Auftrag auf die passende Länge zu bringen, damit sie danach weiterbearbeitet werden können.  

14:45 Uhr 

Nachdem ich die Aufträge abgearbeitet habe fange ich so langsam an die Werkstatt aufzuräumen. Ich leere die Schrottkästen und fege einmal gründlich durch. Schließlich räume ich mein Werkzeug wieder in den Werkzeugkasten und ich gehe um 15:20 Uhr in den wohlverdienten Feierabend! 

Bewerbungen für die Ausbildung zum Werkzeugmechaniker nehmen wir gerne entgegen. Infos dazu gibt es auf unseren Karriereseiten.

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1 Kommentar(e):

Akkuschrauber | Vor 6 Jahren
Sehr interessant, vielen Dank für den Beitrag :)

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