Neue Unterstützung in der Produktion: Exoskelette im Praxistest

Wie kann die körperliche Belastung in der Produktion nachhaltig reduziert und gleichzeitig die Gesundheit von Mitarbeitern gestärkt werden? Vor dem Hintergrund dieser Frage hat Winkhaus in der Oberflächentechnik am Standort Telgte ein Pilotprojekt zum Einsatz von Exoskeletten durchgeführt. Ziel war es, innovative Lösungen zu testen, die Mitarbeiter im Arbeitsalltag unterstützen und parallel einen Beitrag zum Gesundheits- und Arbeitsschutz leisten.

Exoskelette unterstützen bei Winkhaus die Mitarbeiter in der Produktion

Es ist vor allem die Arbeit an den Trommelanlagen, die körperlich anspruchsvoll ist. Dort werden Trommeln mit Stanzteilen be- und entladen. Eine Tätigkeit, die Rücken, Arme und Schultern täglich stark beansprucht. Hier können Exoskelette eine wertvolle Unterstützung bieten. Die leichten Tragesysteme wiegen weniger als ein Kilogramm und werden direkt am Körper getragen. Mithilfe von Gummizügen und Federn unterstützen sie gezielt bei bestimmten Bewegungen und fördern eine ergonomische Körperhaltung.

Pilotphase erfolgreich abgeschlossen
Während einer dreiwöchigen Testphase hatten interessierte Mitarbeiter die Gelegenheit, die Exoskelette im Arbeitsalltag auszuprobieren. „Wir haben festgestellt, dass die Belastungen deutlich reduziert wurden und die Kollegen nach Feierabend teilweise weniger erschöpft waren“, so Oliver Schuler, Fachkraft für Arbeitssicherheit bei Winkhaus in Telgte. Auch das Feedback der Teilnehmer fiel positiv aus: Drei Kollegen entschieden sich im Anschluss an die Pilotphase, die Exoskelette dauerhaft einzusetzen. „Dazu zählen beispielsweise Kollegen, die schon seit längerer Zeit Rückenbeschwerden haben und sich so eine Linderung der Schmerzen erhoffen“, betont Schuler. Darüber hinaus wurden zwei weitere Exoskelette angeschafft, damit auch weitere Mitarbeiter die Technologie testen und ihre Praxistauglichkeit bewerten können.

Exoskelette unterstützen bei Winkhaus die Mitarbeiter in der Produktion

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Pilotprojekts war die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Die Kooperation von Betriebsrat, Führungskräften, Vorarbeitern und Anlagenbedienern ist entscheidend. Nur wenn das gut funktioniert, kann ein solches Projekt nachhaltig wirksam umgesetzt werden“, erklärt Schuler. Die bisherigen Erfahrungen sind vielversprechend. In den kommenden Monaten sollen weitere Erkenntnisse gesammelt werden. Anschließend kann bewertet werden, ob der Einsatz von Exoskeletten künftig auch in anderen Produktionsbereichen einen zusätzlichen Mehrwert bietet.

Schlussendlich zeigen Pilotprojekte dieser Art, wie innovative Technologien dazu beitragen können, Arbeitsplätze ergonomischer zu gestalten und die Gesundheit der Mitarbeiter langfristig zu fördern.

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